Kastration

Kastration: Muß das sein?

Immer häufiger mutieren Tierärzte zu Kaufleuten und lassen dabei außer Acht, daß lt. § 6 TSchG eine Amputation nur vorgenommen werden darf nach tiermedizinischer Indikation.

Das heißt, daß ein medizinischer Grund vorliegen muß, z. B. eine schwere Gebärmuttervereiterung.Die Bequemlichkeiten der Besitzer, dafür Sorge zu tragen, daß ihre Hündin nicht ungewollt trächtig wird und ihr Rüde nicht ungewollt für Nachwuchs sorgt, sind KEINE Indikationen.

Eine weißes Sofa, welches durch das Blut, das eine läufige Hündin verliert, beschmutzt werden könnte, ist ebenso keine Indikation. Leute, die darüber nachdenken, hätten sich eh‘ besser einen Stoffhund ins Haus geholt als einen lebenden Hund!

Ebensowenig ist eine Scheinträchtigkeit ein Frei

schein dafür, eine Hündin kastrieren zu lassen, nur weil manche Tierärzte nicht mächtens sind, ihre Patientenbesitzer darüber aufzuklären, daß Scheinträchtigkeit keine Krankheit ist, sondern auf das Sozialverhalten eines Hundes begründet ist. In unserem Rudel werden immer mehrere Hündinnen gleichzeitig läufig und die nicht gedeckten versorgen später den Wurf der Schwester/Tochter/Tante/Mutter mit, indem sie die Welpen auch säugen. So funktioniert’s im Rudel!

Wenn Sie also eine Hündin haben, die scheinträchtig wird, dann haben sie einen sozialen Hund, seien Sie doch einfach froh drum und helfen Sie Ihrer Hündin mit homöopathischen Mitteln unkompliziert über die Scheinträchtigkeit hinweg. Himbeerblättertee, Obstessig, Ignatia und Pulsatilla beispielsweise sind ganz hervorragende Mittel, welche helfen können. Und während schulmedizinisch behandelte Hündinnen zwar augenblicklich symptomfrei sind, jedoch immer wieder scheinträchtig werden, verliert sich dies meist dank homöopathischer Behandlung.

Auch ein nicht abgestiegener Hoden beim Rüden kann zum einen mit Medikamenten behandelt werden (Homöopathie, Hormonspritze), zum anderen muß dieser Hoden nicht entarten. In diesem Fall empfiehlt sich eine Operation mit künstlicher Absenkung der/des Hoden/s. Obwohl Hodenfehler nicht erblich bedingt sein müssen, sollte ein solcher Rüde dann nicht zur Zucht herangezogen werden.

Aggressives Verhalten beim Rüden kann durch eine Kastration nur verbessert werden, wenn die Aggressionen hormonell bedingt sind. Bevor man kastriert, kann man probieren, ob der Rüde auf eine Hormonspritze anspricht.

Die Aufklärung seitens der Tierärzte kann meiner Meinung nach oftmals nur ungenügend stattfinden, sonst würden die Zahlen der (früh-)kastrierten Hunde nicht so in die Höhe schnellen.

Wenn Sie Ihren Hund kastrieren lassen wollen, bedenken Sie bitte folgende Fakten:

– Frühkastrierte Hunde werden niemals ihren Charakter ausbilden, sie bleiben ein Leben lang „unfertig“, kindlich im Verhalten und werden deshalb von Artgenossen nicht ernst genommen.

– Bei Spaniels verändert sich das Haarkleid nach der Kastration zum Negativen: Das Haarkleid wird wattig, die Unterwolle wächst, das Haarkleid wird stumpf und unansehnlich, siehe unten die Bilder von „Shana“ vor und nach der Kastration.

– Neben der Haarkleidveränderung bleiben Wesensveränderungen meist nicht aus, wobei Hündinnen nach einer Kastration oftmals ängstlich bis hin zu ängstlich-aggressiv werden. Kastraten werden oft harninkontinent.

– Außerdem belegen Studien, daß Kastraten häufiger erkranken (Tumore etc.), die Lebenserwartung wird verringert.

– Kastraten werden von intakten Hunden gemobbt und sexuell bedrängt.