Billige Cocker-Spaniels

Wo kommen eigentlich die billigen Cocker-Spaniels her?
Im Internet werden auf verschiedenen Seiten immer wieder Billigschnäppchen angeboten, dort gibt es Cocker-Spaniels ab 150 Euro, meist um die 250 Euro, von geimpft und entwurmt und gechipt ist die Rede. Warum sollte eine Familie den sechsfachen Preis für einen Cocker-Spaniel-Welpen ausgeben, wenn es dort doch so “günstige Schnäppchen” gibt?
Die meisten Menschen haben leider keine Ahnung, daß diese Billig-Cocker sich als echte Sparkassen entpuppen, denn das Geld wird regelmäßig zum Tierarzt getragen und in Hundepsychologen investiert – wenn der Hund überhaupt noch lange lebt.
Was die meisten Menschen auch nicht wissen, ist die Tatsache, daß diese Welpen aus Verschlägen stammen, die hierzulande nicht einmal als Schweinestätten herhalten dürften. Dreckige, dunkle Kellerlöcher, in denen Hündinnen zwei- bis dreimal jährlich über Jahre hinweg Welpen gebären, die ihr viel zu jung entrissen werden, um aus vornehmlich osteuropäischen Staaten, aber auch aus den Niederlanden und Belgien, nach Deutschland gekarrt werden, manchmal bis vor die Haustüre des Käufers.
Hinter die Kulissen dieser Vermehrer kann man nicht schauen, die Händler sind alles andere als erfahrene Ansprechpartner, die auch nach dem Kauf Kontakt halten wollen. Manchmal geschieht alles unter dem Deckmäntelchen des Tierschutzes, immer aber ist der Hund der Leidtragende.
Auch wenn das Herz blutet und man eigentlich den Drang hat, hier helfen zu wollen, wenigstens einem dieser armen Tiere ein gutes Zuhause geben zu wollen, unterstützt man automatisch das Geschäft. Für jeden verkauften Welpen werden mindestens zwei neue produziert, denn der Rubel rollt ja.
Bitte kaufen Sie beim vernünftigen Züchter! Falls Ihr Budget dies nicht zuläßt, dann schauen Sie sich bitte im Tierheim vor Ort um, bevor Sie gewissenlose Vermehrer unterstützen.